Steerd Hilfe
FinanzenRechnungen

Umsatzsteuer und Reverse Charge

Die fünf steuerlichen Fälle, wie Steerd einen davon auswählt, und der Fehler bei der USt-IdNr., der dich 19 Prozent kostet.

Diese Seite lohnt sorgfältiges Lesen. Die steuerliche Behandlung entscheidet, welche Sätze deine Positionen haben dürfen, welcher Satz auf dem PDF steht und ob überhaupt Umsatzsteuer anfällt.

Die fünf Fälle

FallWas auf der Rechnung steht
InlandDeutsche Umsatzsteuer fällt an. Positionen mit 19 % oder 7 %.
KleinunternehmerKeine Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG).
Reverse ChargeDein Kunde schuldet die Umsatzsteuer. Positionen mit 0 %.
DrittlandNicht im Inland steuerbar, weil die Kundschaft außerhalb der EU sitzt.
SteuerbefreitVon der Umsatzsteuer befreit, mit einem Grund, den du angibst.

Wie Steerd auswählt

Abgeleitet wird aus drei Angaben: deinem Land und deiner Kleinunternehmer-Einstellung aus den Rechnungsdaten sowie Land und USt-IdNr. der Kundschaft.

Du darfst die Ableitung überschreiben, solltest das aber als steuerliche Entscheidung behandeln und nicht als Formsache. Die Ableitung ist die sichere Voreinstellung.

Der Fehler, der wirklich Geld kostet

Eine USt-IdNr. aus dem falschen Land. Steht eine Kundschaft als in Frankreich ansässig im System, trägt aber eine deutsche USt-IdNr., dann sieht das nach Reverse Charge aus, und Reverse Charge heißt: keine Umsatzsteuer. Sitzt die Kundschaft aber tatsächlich in Deutschland, war deutsche Umsatzsteuer fällig, und diese 19 % holt später niemand für dich nach. Du zahlst sie.

Steerd prüft, ob eine USt-IdNr. zum hinterlegten Land passt, warnt schon beim Tippen und bietet an, das Land zu korrigieren. Beim Stellen wird aus dem Hinweis eine Sperre.

Die Prüfung ist eine Formprüfung, keine Abfrage: Steerd sieht nach, ob die Nummer für dieses Land plausibel aufgebaut ist, fragt aber derzeit nicht bei der EU nach, ob sie existiert und gültig ist. Bei unbekannter Kundschaft lohnt die Minute, die eine Prüfung über das MIAS-Portal kostet.

Was die einzelnen Fälle zusätzlich verlangen

Manche Fälle brauchen mehr als ein Häkchen, und die Checkliste fragt danach:

  • Reverse Charge braucht beide USt-IdNr., deine und die der Kundschaft.
  • Steuerbefreit braucht einen Befreiungsgrund, der als gesetzlich vorgeschriebener Satz auf der Rechnung erscheint.

Positionen müssen zur Behandlung passen

Steerd weigert sich, eine Rechnung zu stellen, deren Positionen ihrer Behandlung widersprechen, etwa 19 % bei Reverse Charge. In der Checkliste heißt dieser Punkt "Positionen passen zur steuerlichen Behandlung". Fast immer ist die Behandlung falsch und nicht die Positionen.

On this page