Einen Lebenslauf vor dem Versand anonymisieren
Eine Fassung ohne Identität erzeugen, was sichtbar bleibt, und für wen das wirklich gedacht ist.
Ein anonymisierter Lebenslauf zeigt Fähigkeiten und Werdegang, ohne die Person erkennbar zu machen.
Für wen das gedacht ist
Agenturen und Vermittlung. Eine Agentur, die der Kundschaft einen namentlichen Lebenslauf schickt, hat genau das verschenkt, wofür sie bezahlt wird: die Vermittlung. Also verlangt sie eine neutrale Fassung, und wenn du keine liefern kannst, tippt sie deinen Lebenslauf schlecht ab.
Auch dort üblich, wo ein Auswahlverfahren in der ersten Runde bewusst anonym ist.
Was entfernt wird
Das Identifizierende: Name und Porträt sowie die Kontaktangaben.
Was bleibt
Alles, was die Argumentation trägt: Stationen, Zeiträume, Arbeitgeber, soweit deren Nennung nicht identifiziert, Projekte, Fähigkeiten, Ausbildung, Sprachen.
Das Dokument muss überzeugend bleiben. Ein anonymisierter Lebenslauf, der so viel entfernt, dass sich die Person nicht mehr beurteilen lässt, ist nicht anonymisiert, sondern nutzlos.
Vor dem Versand prüfen
Lies das fertige Dokument mit fremden Augen, denn Identität kommt über Details zurück, die keine Software beurteilen kann:
- Eine Zusammenfassung mit "mein Studio in Leipzig".
- Ein Projekt, benannt nach einer Kundschaft, die nur mit einer Person wie dir gearbeitet hat.
- Eine Portfolio-Adresse, die dein eigener Name ist.
Die offensichtlichen Felder sind erledigt. Der Fließtext liegt bei dir.
Der Dateiname
Sieh nach, was du an die Mail hängst. anna-schmidt-lebenslauf.pdf als anonymisierte Fassung zu
verschicken macht die ganze Übung zunichte, bevor sie jemand öffnet.